Orthomolekulare Medizin
Der menschliche Körper benötigt für ein reibungsloses Funktionieren aller Organe über 40 Mikronährstoffe. Hierunter zählen Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und essentielle Fettsäuren. Das Therapieprinzip der orthomolekularen Medizin beruht auf der richtigen Dosierung und Abstimmung dieser Mikronährstoffe miteinander. Der Begriff "orthomolekular" hat seinen Ursprung in orthos (griech.) = richtig, gut und molekular, Molekül (lat.) = Baustein von Substanzen.
Die Orthomolekulare Medizin nutzt ausschließlich Substanzen, die sowohl in der Nahrung als auch in unserem Körper ganz natürlich vorkommen. Es sind Mikronährstoffe, wie z.B. die Vitamine und Mineralien. Unser Körper kann sie nicht selbst herstellen. Sie müssen als Mikronährstoffe regelmäßig in ausreichender Menge zugeführt werden, damit wir gesund und leistungsfähig bleiben.

Der Mensch ist, was er isst!
Der amerikanische Biochemiker und zweifache Nobelpreisträger Linus Pauling gilt als Begründer der orthomolekularen Medizin. Bereits vor 35 Jahren beschreibt er in der Wissenschaftszeitschrift Science (160/68) die Ernährungsproblematik mit unzureichender Mikronährstoffkonzentration.
Obst und Gemüse versorgen den Körper mit lebensnotwendigen Vitalstoffen
Da die Wege unserer Nahrung (z.B. Kiwis aus Neuseeland) und auch die Lagerungszeiten immer länger werden, wird der Anteil an vielen Mikronährstoffen zunehmend geringer.
Am Beispiel der Vitaminverluste wird dies deutlich:
| Beim Säubern |
Gemüse und |
21 - 61% Vitaminverlust 63 - 71% Vitaminverlust |
| Beim Zerkleinern | Obst-Gemüse | 20 - 30% Vitaminverlust |
|
Beim Kochen |
Kartoffeln |
32% Vitaminverlust |
| Beim Lagern | Salat | bis zu 90% Vitaminverlust nach 3-4 Tagen |
Mikronährstoffbedarf
Der individuelle Mikronährstoff-Status ist von verschiedenen äußeren und inneren Faktoren abhängig, z.B. Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, Alter, Gesundheitszustand und Umwelteinflüssen. Diese Faktoren wirken sich u.U. so stark Bedarfs steigernd aus, dass die optimale Deckung des Vitamin- und Mineralstoffbedarfs selbst mit gesunder, vielseitiger Mischkost oft nicht zu schaffen ist. Mikronährstofflücken sind fast unvermeidlich.
Die Auswirkungen können vielfältig sein. Beispielsweise kann es beim Sportler mit einem hohen Nährstoffbedarf und nicht ausreichender Versorgung zu Krämpfen, schnellerer Ermüdung oder auch Verletzungen kommen.
Aber auch bei entzündlichen Erkrankungen wie z.B. Rheuma und auch bei degenerativen Erkrankungen wie z.B. der Arthrose, kommt es zu lokalen Immunreaktionen im Körper, die für Schmerzen und Schwellungen verantwortlich sein können. Unter Berücksichtigung der orthomolekularen Wirkprinzipien lassen sich das Immunsystem und auch lokale Entzündungsreaktionen positiv beeinflussen. Der Gelenkstoffwechsel kann sich dadurch deutlich verbessern.
Im Rahmen einer ganzheitlichen Patientenbetreuung mit Vorsorge und auch Therapie greifen wir gerne und mit Erfolg auf die Erkenntnisse der orthomolekularen Medizin zurück. Hierzu gehört eine bedarfsgerechte Beratung mit konkreten Empfehlungen.





